Zweiter Lockdown - starke psychische Belastungen

Weiter herausfordernde Zeiten

10.11.2020

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Allgemeines, Mitarbeiter

Der zweite Lockdown ist für viele Menschen eine Belastung. Besonders herausfordernd ist, dass niemand sagen kann, wie lange wir in dieser Situation leben müssen. Dies schlägt sich auch auf die Psyche - Unsicherheit und psychische Belastungen nehmen zu, die Erschöpfung wächst.

Um die Corona-Virus-Pandemie einzugrenzen, ist die Bevölkerung angehalten, Kontakte zu reduzieren, verstärkt Zuhause zu bleiben und die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Emotionale und psychische Belastung

Psychologen und Mediziner warnen davor, dass der zweite Lockdown für viele Menschen eine zusätzliche emotionale und psychische Belastung darstellt. Dies zeigt sich auch in der EAP-Beratung - eine Kurzzeitberatung für Beschäftigte von Unternehmen, die diese Leistung gebucht haben.

"Wir sehen allgemein eine Angespanntheit und viele belastete Personen", so Ludmila Peregrinova, EAP-Beraterin bei INSITE. "Die derzeitige Situation schlägt vielen auf das Gemüt, sie werden träge, schwerfällig und erschöpft. In einer EAP-Beratung kann an der grundsätzlichen Situation natürlich nichts geändert werden, allerdings können wir sehr wohl auf die eigene Situation intensiv eingehen. Wir beleuchten, welche Schritte zu einer Verbesserung des Befindens beitragen können, suchen individuelle Lösungen, um mit den Einschränkungen umgehen zu können und sind manchmal auch einfach nur guter Zuhörer."

 

Kleine Hilfen gegen den Corona-Blues - was mache ich, wenn mir Corona zu schaffen macht?

Mit diesen kleinen Hilfen, kann jeder einzelne positive Energie und Optimismus in seinen Alltag bringen:

  1. Feste Struktur und Routinen aufbauen
    Derzeit brechen viele Gewohnheiten weg, der Alltag sieht anders aus, als noch vor einem Jahr. Mit einer festen Struktur und Ritualen schaffen wir uns selbst wieder etwas Halt und Sicherheit.
  2. Pausen planen - von der Arbeit und vom Thema Corona
    Gönnen Sie sich Pausen - sowohl vom Nachrichtenkonsum und den Corona-Neuigkeiten, als auch feste Auszeiten in Ihrem Arbeitsalltag.
  3. Eigene Verhaltensregeln festlegen
    Das ständige Neu-Entscheiden, wie man sich in welcher Situation verhalten sollte, ist anstrengend und kostet Kraft. Wer sich feste Regeln zum Umgang mit Familie und Freunden überlegt, unterstützt sich selbst. Dies kann beispielsweise sein, dass man im kommenden Monat sich generell mit Freunden nur noch draußen trifft.
  4. Bewegung und Sport
    Körperliche Bewegung unterstützt sowohl unser Immunsystem und trägt zur Besserung unsere Stimmung bei. Planen Sie regelmäßige Bewegung fest in Ihren Alltag ein. Verbringen Sie Ihre Mittagspause draußen, bewältigen Sie Ihre Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
  5. Frische Luft, Tageslicht und Natur
    Versuchen Sie regelmäßig frische Luft und vor allem Tageslicht zu tanken. Selbst an einem uns trüb erscheinenden Tag hat die Sonne positive Auswirkungen auf unsere Psyche.
  6. Soziale Kontakt und Freunde
    Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Freunde. Gehen Sie gemeinsam einen Abstands-Spaziergang, treffen Sie sich draußen bei einer Tasse heißem Tee oder laden Sie Freunde zu einem gemeinsamen (Video-)Telefonat ein. Bleiben Sie offen in der Gestaltung Ihrer Beziehungen, schreiben Sie Briefe oder verschicken wieder Grußkarten. Physische Distanz bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir uns auch emotional voneinander entfernen.
  7. Stärken Sie Ihre Hobbies
    Viele Dienstleister bieten Online-Kurse an, die Spaß machen, beispielsweise Kochkurse, gemeinsames Yoga, Online-Konzerte. Nutzen Sie diese und lassen Sie sich hiervon inspirieren. Mehr Zeit für sich zu haben, kann auch eine Chance sein, neue Interessen auszuprobieren und kreativ zu werden.
  8. Sprechen Sie darüber
    Man sieht es den Menschen nicht immer an, wenn es ihnen nicht gut geht. Suchen Sie sich Hilfe und Unterstützung, beispielsweise durch Telefonate mit Freunden, oder aber auch durch einen Anruf bei Ihrem EAP-Anbieter.

 

Das EAP ist eine professionelle Kurzzeitberatung und steht allen Beschäftigten, sowie deren Angehörigen von Unternehmen zur Verfügung, die ihre Beschäftigten hierdurch unterstützen.

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