WorkWell: Stopp Gewalt

Gewaltprävention als Teil moderner Unternehmenskultur


Gewalt – ob psychisch, physisch oder sexualisiert – kann Mitarbeitende stark belasten und das Sicherheitsgefühl im Unternehmen nachhaltig erschüttern. Verantwortliche stehen dann vor wichtigen Fragen: Welche Verantwortung tragen Unternehmen? Wie gelingt ein professioneller Umgang mit Vorfällen? Und welche präventiven Maßnahmen schaffen langfristig Sicherheit und Vertrauen?

In unserem WorkWell Experten-Talk haben wir gemeinsam mit unserer Expertin Inken Schubert, Wirtschaftspädagogin und Kundenberaterin bei INSITE, praxisnah gezeigt, welche Ansatzpunkte Unternehmen für Gewaltprävention nutzen können, wie externe Unterstützung entlastet und wie sich passende Maßnahmen sinnvoll in bestehende Präventions- und Gesundheitskonzepte integrieren lassen.
 

Drei zentrale Erkenntnisse aus dem Gespräch

1. Gewaltprävention ist ein Thema, das alle Unternehmen angeht
Gewalt im Arbeitskontext hat viele Gesichter und kommt in allen Branchen und Unternehmensgrößen vor – nur wird oft nicht darüber geredet. Unternehmen sollten genau hinsehen und mit gezielten Präventionskonzepten und passenden Maßnahmen gegensteuern. Nicht nur weil es gesetzliche Pflicht für alle Arbeitgeber ist, Mitarbeitende vor Gewalt im Arbeitsumfeld zu schützen, sondern auch, weil Gewalterfahrungen im Unternehmen etwas kosten: Gesundheit, Vertrauen und Geld. 


2. Lieber präventiv und strukturiert agieren als auf einen Vorfall reagieren (müssen)
Dauerhaftes Vertrauen und das Gefühl von Sicherheit entstehen nicht spontan, sondern durch eine stimmige Strategie und ein strukturiertes Vorgehen in der Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Das funktioniert am besten präventiv, also bevor es akut wird und ggf. unter Zeitdruck reagiert werden muss. Nehmen Sie sich die Zeit, Bestehendes zu evaluieren und gemeinsam erforderliche Maßnahmen zu identifizieren. So können Mitarbeitende umfassend geschützt werden und sich im Falle einer Gewalterfahrung auf etablierte Strukturen verlassen. 


3. Sie müssen es nicht allein tun
Von der Auseinandersetzung mit Haltungen und Überzeugungen im Unternehmen über die Entwicklung einer Strategie bis hin zur Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen kann es hilfreich sein, professionelle Begleitung und Unterstützung einzuholen. Gern stehen wir Ihnen mit unserer Expertise im Bereich Organisationsentwicklung, unserem breiten Schulungsangebot und unserer Erfahrung im Bereich Gewaltprävention zur Verfügung.
 

Eine Auswahl unserer Maßnahmen, die sich in der Praxis bewährt haben

1. Organisationsentwicklung 

Ziel: Schutz, Respekt und Sicherheit nachhaltig in Kultur, Führung und Zusammenarbeit verankern.

So arbeiten wir: Im Rahmen unserer Organisationsentwicklung begleiten wir Unternehmen bei der Entwicklung strategischer Schutzkonzepte. Gemeinsam schaffen wir Klarheit darüber, welche Haltung, Ziele, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen den Umgang mit Gewalt, Grenzverletzungen und Belästigung prägen sollen. Gleichzeitig arbeiten wir an den kulturellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine wirksame Umsetzung – beispielsweise an Führung, Zusammenarbeit, Kommunikation und psychologischer Sicherheit. So entstehen Schutzstrukturen, die nicht nur dokumentiert, sondern im Arbeitsalltag wirksam werden.

https://www.oe.insite.de/
 

2. Psychische Gefährdungsbeurteilung 

Ziel: Arbeitsbedingte Belastungsfaktoren systematisch erkennen und bewerten, gesundheitliche Risiken minimieren und Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich gestalten. 

Anwendung: Fragen nach dem Erleben von Gewalt im Arbeitskontext können in die Gefährdungsbeurteilung integriert werden.

https://www.insite.de/psychische-gefaehrdungsbeurteilung
 

3. Anlaufstelle für Gewaltprävention

Ziel: Aufnahme und ggf. Weiterleitung von Informationen zu konkreten Gewaltvorfällen und psychologische Beratung der/des Meldenden. 

Vorteile:

  • Schaffen von Vertrauen: Beschäftigten werden im Falle von Gewalterfahrungen nicht allein gelassen.
  • Niedrige Hemmschwelle durch anonyme Meldung
  • Erhöhte Chance, frühzeitig von Vorfällen zu erfahren und ggf. einzugreifen.
  • Möglichkeit, zielgerichtete präventive Maßnahmen zu entwickeln.
  • Professionelle psychologische Beratung der/des Meldenden
  • Entlastung interner Meldestellen durch Verfügbarkeit, Expertise und Beratungskompetenz der externen Anlaufstelle

https://www.insite.de/stopp-gewalt
 

4. Impulsformate und Workshops

Ziel: Information und Sensibilisierung von Führungskräften und Mitarbeitenden

Themen können z.B. sein: 

  • Gesund Führen – Gesundheitsmanagement für Führungskräfte
  • Psychologische Sicherheit in Teams
  • Klare Köpfe, starke Teams – Konflikte erfolgreich lösen
  • Halt zu Gewalt – Gewaltprävention im Berufsalltag
  • Stark im Sturm – Deeskalationstraining
  • Arbeitsklima stärken – Mobbing erkennen und wirksam begegnen 

https://www.insite.de/learning/workshops
 

Unser Ansatz

Wir verbinden fachliche Expertise mit einem klaren Verständnis für organisationale Realität.
Unser Ziel ist es, Menschen und Unternehmen in herausfordernden Situationen Orientierung, Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu geben.
 

Interesse oder Austausch?

Gerne besprechen wir gemeinsam, welches Format zu Ihrer aktuellen Situation passt.

Kontakt  Seminarkatalog


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