Winterdepression?

Empfehlungen für die trübe Jahreszeit

09.01.2020

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Allgemeines, Mitarbeiter

Gedrückte Stimmung, Interessensverlust und Antriebslosigkeit: Wann ist dies eine Verstimmung, wann eine Winterdepression? Und was kann man dagegen tun?

Eine depressive Verstimmung oder eine leichte Depression, die in Herbst oder Winter auftritt, verschwindet im Frühjahr meistens wieder. Sie wird auch SAD (Seasonal Affective Disorder) genannt, auf Deutsch: Saisonale Depression. Die Grenzen zwischen einem ausgeprägten Gefühl der Müdigkeit, einem Winterblues und einer klassischen Depression sind fließend.

Es gibt jedoch Kriterien, an denen man sich orientieren kann:

Überblick: Depression, Erschöpfung, Winterblues

 

Eine klinische Depression zeichnet sich vor allem durch eine gedrückte, pessimistische Stimmungslage und durch Interessenverlust aus und geht oft mit Antriebslosigkeit einher. Dies führt in vielen Fällen zu sozialem Rückzug. Soweit können diese Merkmale und das Verhalten auch mit einem Winterblues übereinstimmen.

  • Trotz Energielosigkeit haben jedoch Betroffene einer Depression oft Schwierigkeiten einzuschlafen.
  • Während wir im Winterblues viel Lust auf Süßes verspüren, leiden Personen mit einer klinischen Diagnose unter Appetitverlust und verlieren ungewollt an Gewicht. Auch Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme sind oft die Folge.
  • Viele Betroffene verlieren an Selbstvertrauen und werden von Gefühlen der Wertlosigkeit gequält. In besonders schweren Fällen kann eine Depression sogar in Selbstmordgedanken und -versuchen münden.

All diese Symptome können im Laufe des Lebens für kurze Zeit auftreten (z.B. nach schweren Schicksalsschlägen). Wenn sie jedoch nicht nur einige Tage lang, sondern über längere Zeit hinweg auftreten, und wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie diese Verstimmung wie den Winterblues aus eigener Kraft nicht mehr loswerden, selbst wenn Sie es ernsthaft versuchen, dann ist es wichtig, sich professionellen Rat zu holen.

 

Möglichkeit, gegen die depressive Verstimmung

Soweit muss es nicht kommen! Wir geben Ihnen ein paar Tipps, um gestärkt durch die graue Jahreszeit zu kommen:

  • Gönnen Sie sich Pausen und Phasen der Erholung
    Man kann nur langfristig leistungsfähig bleiben, wenn man in Bezug auf Pausen und Erholung ebenso diszipliniert ist wie in der Anstrengung.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung und nehmen Sie sich Zeit zum Essen
  • Blocken Sie sich private Termine in Ihren Kalendern
  • Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft - unsere Empfehlung ist:
    30 Minuten pro Tag an so vielen Tagen wie möglich und am besten mittags, wenn das Tageslicht am stärksten ist
  • Nutzen Sie Entspannungsübungen wie Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training oder Yoga

 

Unterstützung durch EAP

Im Rahmen der Externen Mitarbeiterberatung (EAP/Employee Assistance Program) haben die Beschäftigten unserer Kundenunternehmen jederzeit die Möglichkeit, sich an das EAP zu wenden. Wir unterstützen Sie mit Beratungen, Empfehlungen und helfen Ihnen so durch die dunkle Jahreszeit.

 

Bild: pixabay

 

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