Wechselwirkungen von Medikamenten

Report zeigt Risiken bei Arzneimitteltherapie auf

20.12.2018

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Allgemeines, Studien/Reports

Die Krankenkasse "Barmer Ersatzkasse" hat in ihrem jetzt veröffentlichten Arzneimittelreport auf Risiken bei der Polypharmazie hingewiesen. Die Unübersichtlichkeit der möglichen Varianten sei enorm, die Folgen teils schwerwiegend. In der EAP-Beratung kann ein Arzt zu den verordneten Medikamenten beraten - der Vorteil: eine zeitlich umfassendere Recherche und Beratung sind möglich.

Unter Polypharmazie versteht man den gleichzeitigen Gebrauch mehrerer Arzneimittel. Im Arzneimittelreport der Barmer wird auf die Sicherheitslücken in der Arzneimitteltherapie bei der parallelen Behandlung von Erkrankungen hingewiesen. Aber auch auf falsch verordnete Medikamente aufgrund von Vorerkrankungen. Demnach erhält jeder Fünfte ab 65 Jahren ein für ihn ungeeignetes Arzneimittel. Die Gründe dafür sind vielfältig, beispielsweise nicht ausreichend vorhandene Informationen über Vorerkrankungen bzw. zu bereits verordneten Arzneimittel oder aber Sprachbarrieren.

Überblick über Wechselwirkungen zu bewahren ist schwierig

In ihrem Report weist die Barmer auch darauf hin, dass die Zahl der Arzneimittelwirkstoffe sowie deren Kombinationsmöglichkeiten so vielfältig sind, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten. Hausärzte müssten zudem noch Wirkstoffe und Risiken von Medikamenten kennen, die von Fachärzten verschrieben wurden. Weiterhin sind Ärzte zeitlich oft eng getaktet, die Wartezimmer und Terminpläne sind voll.

Ausführliches Gespräch in der EAP-Beratung

Eine EAP-Beratung bietet die Möglichkeit ausführlich mit einem Arzt aus dem EAP-Netzwerk zu telefonieren. Bereits beim Erstkontakt mit dem Fallmanager kann der Betreffende ausführliche Informationen hinterlassen, beispielsweise zu den verordneten Arzneimitteln, deren Wechselwirkungen zu prüfen sind. Der beratende Arzt hat somit Zeit, bereits im Vorfeld zu recherchieren. Im Telefonat selbst kann dann ausführlich auf die Wechselwirkungen eingegangen und mögliche Vorerkrankungen nochmals abgeglichen werden.

Für viele wird es als unterstützend angesehen, dass das Gespräch im Vorhinein terminiert wird und eine ruhige Gesprächsatmosphäre möglich ist. Somit können weitere Fragestellungen geklärt werden. Selbstverständlich finden alle diese Gespräche völlig vertraulich statt.

 

Quellen:

https://www.barmer.de/presse/infothek/studien-und-reports/arzneimittelreporte/pressemitteilung-zum-arzneimittelreport-2018-158954

Bild: Hanna Kuprevich /Shutterstock.com