Studie: EAP als Führungsinstrument

Eine empirische Studie von Stefanie Kiefer und der Universität Heidelberg

05.12.2016

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Studien/Reports

Was denken eigentlich Führungskräfte über das EAP? Welche Rolle spielen ihre Überzeugung und ihr Engagement für den nachhaltigen Erfolg eines EAP? Und wie können sie in der optimalen Nutzung des EAP als wichtige Ressource für sich und ihre Mitarbeiter unterstützt werden?

Führungskräften wird zugeschrieben, Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter wesentlich zu beeinflussen. Dies gilt auch für die Annahme der Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements durch die Belegschaft. Die Führungskräfte können ein EAP im Alltag der Mitarbeiter präsent halten und es gezielt an belastete Mitarbeiter empfehlen. Gleichzeitig spricht das EAP auch Führungspersonen selbst als Zielgruppe an, da das EAP als Führungsinstrument verstanden werden kann.

Die Führungsperspektive auf das EAP wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der Universität Heidelberg in Kooperation mit INSITE untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Je überzeugter die Führungskräfte vom EAP sind und je besser sie verstehen, in welchen Situationen es hilfreich eingesetzt werden kann, desto eher planen Führungskräfte, das EAP für ihre Mitarbeiter und sich selbst aktiv zu nutzen.

Ableitende Empfehlungen:
Voraussetzung dafür ist, dass die Führung das EAP als Führungsinstrument kennt, es anzuwenden weiß und von dessen Nutzen überzeugt ist. Auch ein gesundheitsorientiertes Führungsverständnis hängt bedeutsam mit einer positiven Sicht der Führung auf das EAP zusammen. Wir empfehlen Unternehmen daher, die Führung für ihre Rollen im EAP zu gewinnen und sie darin zu bestärken, das EAP im Führungsalltag aktiv zu beanspruchen und es gezielt zu bewerben.

Wie können Unternehmen dies konkret umsetzen?

Als wirkungsvolle Maßnahme erweist sich das Gesund Führen-Training:
Neben der Vermittlung eines gesundheitsorientierten Führungsverständnisses zielt dieses Seminar auf die Verankerung des EAP als hilfreiches und entlastendes Führungsinstrument für die Teilnehmer selbst und ihre Mitarbeiter ab.

Darüber hinaus könnten systematische Coaching-Maßnahmen sowie Kommunikationshilfen zur Erleichterung der EAP-Empfehlung weiterführende Ansätze sein. So könnten Führungskräfte in ihrer Doppelrolle nachhaltig gestärkt und das EAP aktiv in die Breite getragen werden.

 http://www.insite.de/seminare