Schlafstudie 2017

Thema Schlaf sollte auf die Agenda des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

22.11.2017

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Studien

Fehlender Schlaf kann das Unfallrisiko steigern, aber auch das Risiko für Herz-Kreislauf- und Magenbeschwerden, Depressionen und Übergewicht erhöhen. Gerade Schichtdienstleistende sehen sich hier großen Herausforderungen gegenüber. Daher appelliert die Techniker Krankenkasse mit ihrer aktuellen Schlafstudie an BGM-Beauftragte, das Thema in der betrieblichen Gesundheitsförderung aufzunehmen.

Schlaf ist wichtig, um sich zu erholen und um kreativ und leistungsfähig zu sein. Das Gehirn verarbeitet in dieser Zeit den Tag, festigt Gelerntes, regt Stoffwechsel und Immunsystem an. Fehlender Schlaf führt dazu, unkonzentriert zu sein, häufiger Fehler zu machen und verzögert die Reaktionszeit. Durch Unfälle und Folgeerkrankungen entstehen zusätzlich hohe Kosten (siehe Blogbeitrag "Erholsamer Schlaf").

Aber nicht nur deshalb sollten laut Schlafstudie der Techniker Krankenkasse (TK) die BGM-Beauftragten dieses Thema in Zukunft verstärkt in ihr Gesundheitsmanagement aufnehmen. Erhöhter Stresslevel, fehlende Erholungszeiten und häufige Nutzung von digitalen Geräten verschlechtern gesunden Schlaf. Hier gibt es einen guten Anknüpfungspunkt für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Denn frühzeitiges Auseinandersetzen mit Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten kann längerfristige Problematiken verhindern oder eindämmen. Problematiken, die sich auch auf die betriebliche Leistungsfähigkeit auswirken.

 

Schichtarbeit als besondere Herausforderung

Wie auch in anderen Schlafstudien berichtet, haben Arbeitnehmer mit unregelmäßigen Arbeitszeiten (sogenannte Flex-Beschäftigte) vermehrt mit Schlafstörungen zu kämpfen. Demnach haben vier von zehn Schichtarbeiter durch die Umstellungen mit Anpassungsschwierigkeiten der inneren Uhr zu kämpfen.

Die Anzahl der Flex-Arbeiter wird in den kommenden Jahren weiter steigen - die Arbeitswelt, steigende Digitalisierung und Globalisierung und damit auch die Anforderungen an die Beschäftigten verändern sich ständig.

Allgemeine Informationen zur Schlafhygiene

Über 40 % der Deutschen gaben an, Probleme mit dem Raumklima im Schlafzimmer zu haben. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 21 Grad - dies wissen wohl viele Betroffene nicht. Auch einfache Maßnahmen, wie auf Alkohol am Abend, oder übermäßige Handynutzung zu verzichten fördert einen gesunden Schlaf. Gerade bei diesen scheinbar offensichtlichen Themen ist allgemeine Aufklärung eines der wichtigsten Punkte, an dem BGM-Manager informativ ansetzen können.

 

EAP als Hilfestellung

Bei den oben genannten Themenfeldern kann ein EAP gute Unterstützung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement bieten - sei es durch aufklärende Informationsveranstaltungen oder durch individuelle Gespräche mit einzelnen Mitarbeitern, damit diese besser mit ihren Sorgen und Nöten umgehen können, oder aber sich besser auf den Schichtdienst einstellen können.

 

Wie Deutschland schläft, welche Hemmnisse und Störquellen es im Alltag gibt lesen Sie auf der Webseite der Techniker Krankenkasse. Dort können Sie sich auch die aktuelle Schlafstudie herunterladen.

 https://www.tk.de/tk/themen/praevention-und-fehlzeiten/schlafstudie-2017/962468