Managen von kritischen Ereignissen - Teil 2

Was sollte man vermeiden?

29.10.2019

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Allgemeines, Führungskräfte

Führungskräfte müssen in Notfällen und Krisen schnell handeln. Nachdem wir Empfehlungen gegeben haben, wie man gut mit diesen umgehen kann, hier eine Liste der Dinge, die man vermeiden sollte.

Im ersten Teil dieser Dos & Don'ts für Führungskräfte zum Managen von Krisen sind wir darauf eingegangen, was ein kritisches Ereignis ist und wie man sich als Führungskraft verhalten sollte, um dies gut zu managen.

Lesen Sie hier nun, was Sie in Ihrer Rolle als Teamleiter vermeiden sollten:

 

Teil 2 der Dos & Don'ts für Führungskräfte - Das sollten Sie vermeiden:

  • Bagatellisieren
    Versuchen Sie nicht, ein schwerwiegendes Ereignis zu verharmlosen. Dies hilft den Betroffenen nicht und jeder verarbeitet das Erlebte anders.
  • Hypothesen oder Spekulationen bilden 
    Bleiben Sie bei den Fakten und sagen Sie durchaus auch „Das weiß ich (zum jetzigen Zeitpunkt) nicht“, wenn Sie keine weiteren bestätigten Informationen haben. Kommunizieren Sie offen auch Nichtwissen oder Sprachlosigkeit.
  • Emotionen erfragen, „reinfühlen“ lassen
    Bohren Sie nicht nach. Wer sich mitteilen will, wird das meist auch tun - aber nicht immer bei der Führungskraft.
    Und: Es muss nicht jedem schlecht gehen. Nur, weil ein Mitarbeiter deutlich schockiert ist, aber souverän reagiert, heißt das nicht, dass er ‚verdrängt‘. In der Regel kommen wir Menschen auch mit belastenden Situationen gut zurecht.
  • Rückzug in die Rolle der Führungskraft
    Verschanzen Sie sich nicht hinter Prozessen, Abläufen und dem Ziel, alles regeln zu wollen.
    Zwar stehen Sie in der Verantwortung, aber müssen die Sache nicht wie einen Arbeitsvorgang ‚runter‘-managen. Auch Ihr Erleben hat Bedeutung und ist für die Mitarbeiter eine wichtige Orientierung.
  • Über die eigenen Grenzen gehen
    Solch Erlebnisse sind schockierend und nehmen jeden mit. Achten Sie auf sich selbst und werden Sie sich Ihrer eigenen Grenzen bewusst. Klinken Sie sich zur Not ein paar Minuten aus, um sich zu sammeln und sich klar zu werden, wo Ihre Grenzen sind.
    Nutzen Sie vorhandene Strukturen und Experten, die sich auf professioneller Ebene dieser Situation annehmen können.
  • Die Mitarbeiter nach Hause schicken
    Normalität und der Halt in der Gruppe wirken stabilisierend und entlastend. Verzichten Sie daher darauf, Ihre Beschäftigten nach Hause zu schicken. Oftmals sind diese dort alleine und brauchen aber gerade dann jemanden, der bei ihnen ist.
    Geben Sie Ihren Beschäftigten Zeit, sich mit dem Erlebten auseinanderzusetzen und ziehen Sie ggf. Experten hinzu.

 

Schnelle Hilfe durch EAP

Studien bestätigen, dass sich durch umgehende Hilfestellung auch langfristig das gefühlte Stresserleben drastisch reduziert - und damit Arbeitsausfälle vermindert. Führungskräfte haben somit eine besonders unterstützende Rolle inne.

Ein EAP berät Sie als Führungskraft in Ihrer Rolle, steht Ihnen in kritischen Situationen mit Experten zur Seite und unterstützt Ihre Beschäftigten.

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