Krisenintervention

Sofortige Unterstützung bei potentiell traumatisierenden Ereignissen

01.08.2019

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Allgemeines, Führungskräfte, Mitarbeiter

Eine umgehende Hilfestellung nach einem potentiell traumatisierenden Ereignis unterstützt Betroffene unmittelbar. Studien bestätigen, dass sich dadurch auch langfristig das gefühlte Stresserleben drastisch reduziert - und damit Arbeitsausfälle vermindert. Das EAP setzt genau hier an.

Unvorhergesehene Ereignisse geschehen sowohl im beruflichen, als auch privaten Kontext. Jemand ist Zeuge eines Unfalls, einer aggressiven Handlung oder steht unter Schock, da einer vertrauten Person etwas zugestoßen ist. Diese unnormalen Ereignisse nennt man "Critical Incidents", so beispielsweise der tragische Vorfall auf dem Frankfurter Hauptbahnhof Ende Juli 2019.

 

Zeitnahe Unterstützung

Reisende haben diesen Vorfall beobachtet und das Geschehen direkt miterlebt. Sie benötigen Unterstützung, um die Erlebnisse zu verarbeiten.

Studien belegen, dass eine zeitnahe Hilfestellung besonders wichtig ist. Betroffene, die unmittelbar danach unterstützt werden, fühlen sich nachweislich weniger belastet. Eine Leistungsminderung oder ein Arbeitsausfall durch Belastungsreaktionen nach potentiell traumatischen Erlebnissen werden hiermit vermindert bzw. optimalerweise vermieden.

 

Sofortberatung als Teil des EAP

In kritischen Situationen und Notfällen stehen EAP-Berater den Betroffenen zur Seite.

Mitarbeiter, deren Arbeitgeber ein EAP zur Verfügung stellt, können direkt über eine Hotline Kontakt aufnehmen. Auch Angehörigen der Beschäftigten steht das Programm zur Verfügung.

Weiterhin ist das Employee Assistance Program direkter Anlaufpunkt für das Management-Team bzw. die Führungsebene. Bei Notfällen und Krisen, wie einem schweren Arbeitsunfall oder einem Suizid, können sich Führungsverantwortliche in ihrer Rolle melden. Das EAP berät, welche nächsten Schritte in solchen Situationen empfehlenswert sind und begleitet das Team und/oder den Vorgesetzten.

Diese Unterstützung kann telefonisch in einer Sofortberatung, vor Ort als Krisenintervention und selbstverständlich auch erst einige Zeit nach einer belastenden Situation erfolgen.

 

CISM: Peer-Counseling unterstützt nachhaltig

In einigen Branchen, wie beispielsweise der Luftfahrt oder im Bahnverkehr, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen kritischen Vorfall. In diesen Bereichen ist Critical Incident Stress Management (CISM) bzw. „Peer Counseling“ ein etabliertes Mittel der Krisenintervention.

Unternehmen lassen intern Mitarbeiter ausbilden, die betroffenen Kollegen helfen, nach einem belastenden und kritischen Ereignis mit ihren Reaktionen umzugehen. Dies ist als niedrigschwelliges Gesprächsangebot von Kollegen zu Kollegen gedacht (= Peer-Counseling).

Das psychologisch geschulte INSITE-Team übernimmt die Ausbildung der Beschäftigten. Hierbei stellen die Maßnahmen keine Therapie dar, sondern unterstützen die Gesunderhaltung normal reagierender Menschen.

Bei Bedarf vermittelt und koordiniert INSITE in eine weiterführende Unterstützung und Betreuung durch Fachärzte und Psychologen.

Sämtliche Angebote – sowohl das CISM, die Weiterlotsung, als auch die Sofortberatung und Führungskräfte-Unterstützung - sind absolut vertraulich.

 

Weiterführende Informationen:

Umfassende Informationen zur Krisenberatung von Connecting Health, einer Marke von INSITE.

Das Employee Assistance Programm als wirksames Unterstützungssystem für Unternehmen.

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