Erholsamer Schlaf?

Schlafstörungen verursachen hohe Kosten

25.10.2017

|

Allgemeines

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen – und melden sich oft viel zu spät um Hilfe zu suchen. Durch den Schlafmangel entstehen hohe Kosten für Arbeitgeber und die deutsche Wirtschaft.

Rund jeder Zehnte ist von chronischen insomnischen Beschwerden betroffen – d.h.  eine gemäß klinischen Kriterien vorliegende krankheitswertige Schlafstörung. 30 % leiden zumindest gelegentlich unter Ein- oder Durchschlafstörungen.

 Schlafstörungen führen dazu, dass man tagsüber müde ist, daher nicht entsprechend leistungsfähig, sich allgemein unwohl fühlt und dies zu sozialen und beruflichen Einschränkungen führt.

Auch wenn dies für Deutschland nicht quantifiziert ist, muss davon ausgegangen werden, dass vermittelt über Folgeerkrankungen, oder Unfälle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz eine hohe Krankheitslast und entsprechende Kosten entstehen.1

Die Ursachen sind vielfältig – zu viel Stress und nicht ausreichend Zeit, um abends seinen Körper auf ein entspanntes Niveau zu bringen oder die Nutzung von Smartphones bis spät in die Abendstunden. Gerade das von diesen Geräten ausgehende blaue Licht signalisiert dem Körper, dass noch Tag ist und damit noch nicht die Zeit, das Aktivitätslevel herunterzufahren. Aber auch falsche Ernährung, fehlende Bewegung oder unregelmäßige Arbeitszeiten wie Schichtarbeit führen zu Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen.

Gesellschaftlich nicht anerkanntes Problem

Ernsthafte Schlafprobleme bleiben dabei lange unbehandelt. „Jeder schläft mal schlecht“ ist eine der Standardaussagen, die den Betroffenen nicht weiterhelfen. Auch auf dem Krankenschein machen sich Schlafstörungen in die Folgen nicht bemerkbar, da sie nur selten als Ursache oder Diagnose für Arbeitsunfähigkeit dokumentiert werden.

Schlafhygiene - Was hilft, um einen besseren Schlaf-Wach-Rhythmus zu bekommen?

Laut DAK-Report sind viele der Verhaltensweisen, die einen guten Schlaf fördern und Schlafstörungen entgegenwirken sollen, bekannt. Die als „Schlafhygiene“ bezeichneten Routinen, bzw. Empfehlungen werden allerdings in der Realität häufig nicht umgesetzt. Beispielsweise werden bewusste Rituale vor dem Schlafengehen kaum durchgeführt. Auch Entspannungstechniken vor dem Schlafengehen sind wenig verbreitet und den Angaben zufolge schränkt kaum jemand den Medienkonsum vor dem Schlafengehen ein.

Weiterhin wird empfohlen, spätestens eine Stunde vor dem geplanten Zu-Bett-Gehen auf Fernsehkonsum sowie die Verwendung von mobilen Devices zu verzichten. Auch Alkohol – ein volkstümlich irrtümlich als Schlafförderer angesehen – trägt nicht zu einem guten Schlaf bei. Manchem hilft er beim Einschlafen, die Schlafqualität und das Durchschlafen beeinflusst er allerdings negativ.

Schichtarbeit als besondere Herausforderung

Vermehrt mit Schlafstörungen zu kämpfen haben Schichtarbeiter. Auf der Webseite der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) sind verschiedene nützliche Tools für Schichtarbeitende gelistet, beispielsweise ein Online-Check für Schichtarbeitende, der u. a. auch auf den Schlafrhythmus eingeht.

Frühzeitige Hilfe notwendig

Laut Gesundheitsreport der DAK tragen viele Betroffene das Thema rund 2 Jahre mit sich selbst aus, bevor Sie professionelle Hilfe suchen.

INSITE hilft den Mitarbeitern und Angehörigen seiner Kundenunternehmen dabei, den eigenen Schlafrhythmus zu erkunden und Schlafschwierigkeiten anzugehen. Im Rahmen unseres Lotsendienstes helfen wir auch Betroffenen, Kontakt mit einem Schlaflabor aufzunehmen.

Impulsvortrag mit ersten Tipps und Tricks

Gerade da es wichtig ist, zu Beginn der auftretenden Schwierigkeiten sich mit dem Thema zu beschäftigen, besteht die Möglichkeit, über einen Impulsvortrag von INSITE einer größeren Mitarbeitergruppe erste Tipps und Tricks zur Behebung von Schlafschwierigkeiten zu vermitteln.

 

Quellen:

1 DAK Gesundheitsreport 2017
https://www.dak.de/dak/bundes-themen/muedes-deutschland-schlafstoerungen-steigen-deutlich-an-1885310.html

http://www.t-online.de/leben/id_81468184/schlafstoerungen-quaelen-millionen-arbeitnehmer.html